Solidarische Landwirtschaft

Eine solidarische Landwirtschaft wird von einer Gemeinschaft von Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen. Basis hierfür ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen der Gemeinschaft und dem Gärtner oder Bauern. Die Mitglieder der Gemeinschaft geben eine Abnahmegarantie für die landwirtschaftliche Produktion und finanzieren mit ihren Beiträgen den Anbau und ein angemessenes Einkommen des Gärtners oder Bauern. Im Gegenzug erhalten sie einmal pro Woche seine Erzeugnisse. Sie können jederzeit Einblick in die Produktion nehmen. Einmal jährlich gibt eine Jahresversammlung Gelegenheit, alle Aspekte der Zusammenarbeit zu diskutieren und ständig zu optimieren.

Die Solidarische Landwirtschaft ist ein Wirtschaftsmodell, von dem alle Beteiligten profitieren: Die Mitglieder erhalten die ganze Saison über ökologisch angebautes Gemüse von bestmöglicher Qualität. Das Gemüse wird am Abholtag geerntet, so dass Vitamin- und Nährstoffverluste sehr gering sind. Für den Gärtner oder Bauern einer Solidarischen Landwirtschaft bestehen Planungssicherheit, die Garantie eines geregelten Einkommens und die Unabhängigkeit von marktwirtschaftlichen Zwängen. Er ist nicht gezwungen, möglichst viel zu produzieren, sondern kann sich vielmehr auf den Anbau der geschmacklich besten und begehrtesten Sorten beschränken.

Darüber hinaus fördert die Gemeinschaft mit ihrem Engagement die regionale Landwirtschaft, die Entstehung von Netzwerken, das Wissen über Natur und Lebensmittelproduktion sowie die Artenvielfalt.