Was es gibt: Sortenvielfalt

Gemüse schmeckt nicht mehr wie früher, und auch die Sortenvielfalt schrumpft immer weiter. Die leidigen geschmacksneutralen Hollandtomaten sind allen ein Begriff – und ein Greuel. Weil wir diesen Zustand für unzumutbar halten, versuchen wir, nur alte, geschmacksintensive Sorten anzubauen. Heute beziehen wir den kleineren Teil unserer Saat von der Dreschflegel GmbH, der Arche Noah und der Bingenheimer Saatgut AG. Der größere Teil stammt aus unserer eigenen Saatgutvermehrung und von Schreberarten.

Über die Nachzucht der verschiedenen Sorten versuchen wir mittlerweile, einen Teil des Gemüses und der Beeren ohne Zukauf von Saatgut und in einem geschlossenen Kreislauf zu produzieren.

Wir bauen nach saisonalen Kriterien an, geschmacksintensive, oft alte, samenfeste Sorten. Unser Anbau ist ökologisch und seit 2016 sind wir Naturland-zertifiziert.

Was wir anbauen?
Es wäre einfacher zu fragen, was wir nicht anbauen…

  • eine Vielzahl von Salaten, Blattsalate, Rucola, Feldsalat, Asiasalate…
  • Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Basilikum, Salbei, Thymian …)
  • Spinat, Mangold (rot, gelb, grün)
  • Radieserl, Kohlrabi, Kohlrüben, Rote Rüben
  • Zucchini, Gurken, Paprika, Auberginen, Chili
  • ca. 50 Sorten Tomaten
  • Zuckerschoten, Erbsen, Bohnen (gelb, grün, lila)
  • Brokkoli, Weiß- und Rotkohl, Wirsing, Grünkohl
  • Frühlingszwiebeln, Sellerie, Zwiebeln
  • Artischocken, ja richtig gelesen
  • und und und …

Nur Kartoffeln bauen wir nicht an, die kaufen wir evtl. zu Saisonbeginn und Saisonende zu. Und Mangos, Kiwi und Papaya auch nicht. Aber wir hatten schon mal Honigmelonen … übrigens köstlich.

Deshalb, der Siggi experimentiert gerne und ist – wenn machbar – allen Ideen gegenüber aufgeschlossen. In der Jahresversammlung im Januar diskutieren wir intensiv alle Wünsche und Vorschläge. Also unbedingt dabei sein, hinterher Jammern gilt nicht.